Global Screen und Elsani & Neary Media entwickeln 8-teilige fiktionale Serie über die Flucht durch einen Tunnel unterhalb der Berliner Mauer

München, 29.07.2021
Global Screen, der Weltvertrieb von Telepool und Elsani & Neary Media starten gemeinsam die Entwicklung einer 8-teiligen TV-Serie über die bewegende und wahre Geschichte der Menschen, die den berühmten Fluchttunnel Tunnel 29 unterhalb der Berliner Mauer gruben. Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem Bau der Mauer ein und wird die selbstlosen Konstrukteure des Tunnels in den Vordergrund stellen, die 29 Menschen in die Freiheit verhalfen und dabei höchste Risikobereitschaft und Kreativität an den Tag legten: Als das Geld für den 135 Meter langen Tunnel ausging, kontaktierten sie NBC und verkauften die exklusiven Filmrechte. Die Bilder der live gefilmten Flucht durch den Tunnel 29 berührten 1962 ein millionenschweres weltweites Publikum.

Zum kreativen Team für die Entwicklung der Serie zählen bereits der mehrfach-ausgezeichnete Grimme-Preisträger Marcus Vetter („Heart of Jenin“, „Killing for Love“), der für seine aktuelle Dokumentation „Tunnel der Freiheit“ erst kürzlich die wichtigsten Zeitzeugen interviewen konnte sowie der vielfach ausgezeichnete und Oscar-nominierte Autor und Regisseur Paul Unwin („Casualty“, „Miss Marple“). Die Drehbücher zur Serie entstehen derzeit auf Basis der wahren Lebensgeschichten, der ganz persönlichen und sehr berührenden Schicksale der Zeitzeugen sowie auf Basis von Originaldokumenten aus dem Archiv der Stasi. 

Zum Inhalt: 13. August 1961. Die DDR schließt die Grenzen nach West-Berlin. Die Stadt wird über Nacht geteilt und die Flucht in die BRD von Tag zu Tag gefährlicher. Unter lebensbedrohlichen Bedingungen riskieren Liebende und Familien die Flucht.
Im Mittelpunkt der Serie steht eine der kühnsten Fluchten der Menschheitsgeschichte, die durch den Tunnel 29. Einer Gruppe von 29 Menschen gelingt die spektakuläre Flucht aus der DDR durch diesen 135 Meter langen Tunnel in den Westen. Eine Gruppe von Studenten und ein Bauingenieur erdenken und planen den Tunnelbau von West-Berlin aus. Einige von ihnen waren selbst erst kurz zuvor aus Ost-Berlin geflohen.  Gemeinsam trotzen sie einem Wassereinbruch und der Überwachung durch den Verfassungsschutz. 

Produzentin Anita Elsani von Elsani & Neary Media („Eleanor & Colette“,„Der letzte Mensch“) sagt, „Wir glauben, die Geschichte der Berliner Mauer zu kennen. Wir erinnern uns, wie sie im August 1961 hochgezogen und 1989 niedergerissen wurde. Unsere Serie wird das Publikum aufrütteln und zutiefst bewegen. Unsere Serie zeigt, wie das Graben unter einer Stadt sowohl zum Schlüssel für die Freiheit als auch letztlich zur tödlichen Falle werden kann. Ein Thriller über das wichtigste menschliche Bedürfnis - die Freiheit. Es geht um das deutsche Volk. Es geht um seinen außergewöhnlichen Kampf mit der Geschichte, um die tiefgreifenden Gefahren des Nationalismus und einer intoleranten Ideologie. In diesem Sinne ist es eine Geschichte über die Vergangenheit, aber eine, die die Gegenwart anspricht."

Marcus Vetter sagt, „Das Zitat von J.F. Kennedy ‚Ich bin ein Berliner‘ hat sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt, doch es gibt noch einen weiteren Satz, den Kennedy in seiner Rede bei seinem Berlinbesuch am 16. Juni 1963 den Berlinern zugerufen hat: ‚Ein Leben in Freiheit ist nicht leicht, und die Demokratie ist nicht immer perfekt, aber wir mussten wenigstens nie einer Mauer bauen, um die Menschen am Fliehen zu hindern‘. Als ich bei meinen Recherchen zu dem Dokumentarfilm ‚Tunnel der Freiheit‘ diese Szene ungekürzt sah, und die Millionen von Menschen, die ihm von den Dächern, Fenstern und Straßen Berlins zujubelten, wurde mir noch einmal bewusst, wie zeitgemäß die Geschichte der Tunnelbauer war, die ihr Studium unterbrachen, ihr Leben riskierten, und mit jugendlichem Wagemut für die Freiheit Berlins einstanden. Sie wurden auf ihre Art zu einem Symbol des Kalten Kriegs. In den Recherchen zu dem Dokumentarfilm blieben jedoch viele menschliche Geschichten auf der Strecke, die es nie in den Film schafften. Ich bin deshalb froh, diesen Geschichten durch meine Mitarbeit an der Serie ein erzählerisches Zuhause zu geben.“

„Anita Elsani und Marcus Vetter sind absolute Experten, was dieses Thema betrifft, und mit Paul Unwin haben wir den idealen Autor mit an Bord, um diese einzigartige deutsch-deutsche Geschichte für den internationalen Markt zu erzählen“, sagt Julia Weber, Head of Acquisitions & Sales bei Global Screen. Sie ergänzt, „Dieses Projekt steht beispielhaft für unsere neue Firmenstrategie: frühe Koentwicklung und Koproduktion in enger Abstimmung mit unseren Produzenten, um herausragende lokale Stoffe und ein weltweites Publikum zusammenzubringen.“ Dana Hoefinger, VP Acquisitions & Co-Productions bei Global Screen ergänzt, „Die Berliner Mauer ist das bekannteste Symbol des Kalten Kriegs und der Teilung von Nationen überhaupt. Ein britischer Podcast zum Tunnel 29 war 2019 extrem erfolgreich und zeigt uns, wie gefragt das Thema international ist. Wir freuen uns daher sehr auf die Entwicklung und den Vertrieb dieses spannenden Stoffs, der ein weltweites Publikum ansprechen wird.“